Eigentlich hätte der Ukrainischkurs an unserer VHS in diesem Semester nicht stattfinden können, da mit sechs Teilnehmenden die erforderliche Mindestzahl knapp verfehlt wurde. Für viele Kurse bedeutet das das Aus. Doch in diesem Fall kam es anders. Die Gruppe, von denen einige bereits seit 2023 dabei sind, wollte unbedingt weitermachen und setzte sich gemeinsam dafür ein, eine Lösung zu finden. Mit Erfolg: Dank der Unterstützung des Fördervereins kann der Kurs nun doch weiterlaufen.
Lernen aus Interesse, Solidarität und persönlicher Motivation
Seit Mitte November 2023 trifft sich die kleine Gruppe regelmäßig zum Unterricht. Die Teilnehmenden haben unterschiedliche Hintergründe, aber ein gemeinsames Interesse: Sie möchten die ukrainische Sprache und Kultur kennenlernen. Die Motive dafür sind vielfältig. Einige möchten sich mit ukrainischen Geflüchteten besser verständigen, andere haben familiäre oder berufliche Kontakte in die Ukraine, wieder andere lernen aus reiner Neugier oder aus Freude an Fremdsprachen.
„Der Kurs gibt mir die Möglichkeit, die Völkerverständigung zu vertiefen“, sagt ein Teilnehmer. Eine Teilnehmerin berichtet: „Mir hat der Kurs sehr geholfen, mich mit Ukrainer*innen beruflich und privat zu unterhalten.“
Eine kleine Gruppe mit besonderem Zusammenhalt
Die Kursleiterin erlebt die Gruppe als außergewöhnlich engagiert und freut sich, den Teilnehmenden einen Einblick in die ukrainische Kultur geben zu können. Obwohl Ukrainisch mit seinem kyrillischen Alphabet und seiner komplexen Grammatik nicht leicht zu lernen ist, bleibt die Motivation hoch. Die Teilnehmenden unterstützen sich gegenseitig, lernen gemeinsam und haben inzwischen eine fast familiäre Atmosphäre entwickelt. Gerade diese besondere Dynamik war ein wichtiger Grund, warum niemand den Kurs abbrechen wollte.
Warum Unterstützung nötig war
Bei einer kleinen Teilnehmerzahl wären die Kosten pro Person stark gestiegen, wodurch der Kurs für einige unerschwinglich geworden wäre. Alternativ hätten sie längere Fahrten zu Angeboten in Kassel oder Braunschweig in Kauf nehmen müssen. Um das zu vermeiden, wandte sich die Gruppe an den Förderverein der Volkshochschule. Dort fand das Anliegen offene Ohren. Dank der finanziellen Unterstützung kann der Kurs nun trotz der kleinen Gruppe stattfinden und bleibt für alle erreichbar und bezahlbar.
Engagement, das Bildung möglich macht
Die Weiterführung des Ukrainischkurses zeigt, dass durch das gemeinsame Engagement von Teilnehmenden, Volkshochschule und Förderverein auch kleinere und besondere Kursangebote erhalten werden können. Gerade bei Sprachen, die nicht überall angeboten werden, ist es nicht selbstverständlich, dass ein Kurs zustande kommt. Umso wichtiger ist es deshalb, dass alle Beteiligten gemeinsam nach Lösungen suchen.
Der Förderverein der Volkshochschule hat mit seiner Unterstützung dazu beigetragen, dass der Kurs trotz der kleinen Gruppe stattfinden kann und für die Teilnehmenden bezahlbar bleibt. Dafür gilt ihm ein herzlicher Dank.
Im Unterricht wird inzwischen schon fleißig geübt. Zum Beispiel mit der Frage:
„Що ти робиш на вихідних?“
Oder mit einem Wort, das gut zur Stimmung in der Gruppe passt:
„Авжеж!“– natürlich.
Denn für die Teilnehmenden war von Anfang an klar:
Sie wollen weitermachen.




