Liebe Lehrkräfte,
an dieser Stelle möchten wir Ihnen unseren Wegweiser für neue sowie langjährige Kursleitende zur Verfügung stellen.
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Die Inhalte des kleinen Handbuchs reichen von VHS-Ansprechpartner*innen über Fortbildungsmöglichkeiten für Sie bis hin zu Informationen zum Online-Unterricht.
In regelmäßigen Abständen bieten wir exklusiv für Sie zu unterschiedlichen Themen Inhouse-Schulungen an. Im nachfolgenden finden Sie die aktuell buchbaren Seminare.
Sollten Sie darüber hinaus Schulungsbedarf zu speziellen Themen haben, melden Sie sich bitte bei Ihrer verantwortlichen Fach- oder Geschäftsstellenleitung. Wir gehen gerne auf individuelle Wünsche ein! Ebenfalls haben Sie die Möglichkeit, die vielfältigen Weiterbildungsangebote der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung zu nutzen. Informieren Sie sich dazu auf der Homepage der AEWB.
vhs Inhouse-Schulungen
Deutsche Einheit im Gespräch: Totaler Umbruch – Stasi, Neonazi, Neuanfang
| Kursnummer | 26H99060 |
| Kursbeginn | Mi., 16.09.2026 (Termindetails siehe unten) |
| Anzahl Termine | 1 Termin (Termine anzeigen) |
| Kursgebühr | 0,00 € - Kurs ist ermäßigbar |
| Lehrkraft | Nadja Klier Ingo Hasselbach Knut Elstermann |
| Ansprechpartner/in | Marina Glazier m.glazier@vhs-goettingen.de +49 551 4952 123 |
| Kursformat | Online-Kurs: Der gesamte Kurs findet digital per Videokonferenztechnik statt. Sie benötigen einen PC mit Lautsprecher/Mikrofon und Kamera oder alternativ Headset und Kamera. Sie können auch ein Notebook (typischerweise Kamera und Lautsprecher/Mikrofon integriert), Smartphone oder Tablet zur Teilnahme nutzen. In allen Fällen benötigen Sie eine stabile Internetverbindung. |
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Kursbeschreibung:
Es gibt Umbrüche, die allumfassend sind, die etwas mit uns machen. Unsere Gesprächsgäste haben solche Umbrüche erlebt. Für Nadja Klier, Tochter einer DDR Bürgerrechtlerin, war die Überwachung durch die Stasi Alltag. Ihre plötzliche Ausbürgerung 1988 aus der DDR erlebte die Jugendliche als Schock und existentiellen Umbruch. Ingo Hasselbach geriet schon früh in Konflikt mit dem DDR-Regime. Zunächst war er Punk,radikalisierte sich dann im Gefängnis und wurde Anfang der 1990er-Jahre zu einem der führenden Neonazis Ostdeutschlands. Er schaffte den gefährlichen Ausstieg aus der Szene und gründete ein Aussteigernetzwerk. Das Gespräch mit den Gästen bleibt nicht in der
Vergangenheit stehen: Aufklärung über die Diktatur in der DDR und die erlebten Umbruchserfahrungen sind heute wichtiger denn je. Und auch Rechtsextremismusprävention bleibt ein zentrales Thema.
Gesprächsgast 1: Nadja Klier
wurde 1973 in Dresden geboren. Sie ist Tochter der DDR-Bürgerrechtlerin Freya Klier. 1988 wurde sie mit ihrer Familie nach jahrelanger Überwachung aus politischen Gründen aus der DDR ausgewiesen. Über Nacht veränderte sich für die Jugendliche alles. Nadja Klier arbeitet seit vielen Jahren als Fotografin, Autorin und Filmemacherin. 2021 rief
sie die „DDR-Box“ ins Leben. Das Portal zielt darauf ab, die Geschichte der DDR möglichst authentisch für Jugendliche darzustellen.
Gesprächsgast 2: Ingo Hasselbach.
Ingo Hasselbach wuchs in einem privilegierten DDR-Elternhaus auf. Sein Vater arbeitete als
Redakteur beim Rundfunk der DDR und war 1964 aus der Bundesrepublik in die DDR übersiedelt, seine Mutter war Journalistin bei der Nachrichtenagentur ADN. Seine Kindheit verbrachte er im Prenzlauer Berg, ab 1971 lebte die Familie gegenüber des Stasi-Komplexes
in Berlin Lichtenberg. Hasselbach erlebte als Jugendlicher staatliche Repression, insbesondere aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Punk-Szene. Schule und Jugendzeit waren von Ausgrenzung, Bestrafung, der Unterbringung in einem Kinderheim und der Einweisung in einen Jugendwerkhof geprägt. Zwischen 1986 und 1989 folgten mehrere Gefängnisaufenthalte, während derer er sich radikalisierte. Anfang der 1990er-Jahre entwickelte sich Hasselbach zu einer führenden Figur der Neonazi-Szene in Berlin. Sein Ausstieg aus der rechtsextremistischen Szene im Jahr 1993 war mit erheblichen persönlichen Risiken verbunden.
Moderation: Knut Elstermann
Knut Elstermann, geboren 1960, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete als Redakteur bei verschiedenen DDR-Medien. Seit der Wende ist er freier Moderator und Filmjournalist, vor allem für den MDR und den RBB (radioeins). Er verfasste Bücher sowie zahlreiche Features für Fernsehen und Hörfunk, unter anderem über das Kino in Israel und Russland und die DEFA-Geschichte. Knut Elstermann ist Mitglied der Akademie der Darstellenden
Künste. Er lebt in Berlin.
Die Online-Reihe „Geteilte Geschichte, gemeinsame Zukunft. Deutsche Einheit im Gespräch“ wird vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) und dem Bundesarbeitskreis Politische Grundbildung (BAK PGU) in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur durchgeführt. Die Reihe fragt nach den unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven auf die deutsche Teilung und Wiedervereinigung. Dabei stehen auch die Folgen für Gegenwart und Zukunft im Fokus. In drei kompakten Online-Veranstaltungen bringen Expertinnen und Experten, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Moderierende aus Zivilgesellschaft und Bildung unterschiedliche Blickwinkel zusammen: historische Einordnungen, persönliche Erinnerungen und aktuelle Debatten zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung seit 1990.
Angesprochen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.
Ihre Meinung zählt!
Wir möchten uns stetig verbessern. Unterstützen Sie uns dabei und teilen Sie uns Ihre Wünsche und Ideen mit. Was haben Sie als besonders positiv erlebt? Zu welchem Thema wünschen Sie sich einen Kurs? Wenn Sie Kritik oder Beschwerden los werden möchten, warten Sie nicht, bis Ihnen der Kragen platzt! Wenden Sie sich frühzeitig an uns, damit wir die Chance haben, etwas zu verändern. Ihr Ansprechpartner: Markus Bötte, Telefon: +49 551 4952-150, E-Mail m.boette@vhs-goettingen.de
Aktuelle Informationen
Derzeit führen wir VHS-weit an allen Standorten zwei neue digitale Verfahren ein
Ein sog. Erinnerungsdienst wird zukünftig die für Kurse angemeldeten Teilnehmer*innen zwei Tage vorab auf den jeweils bevorstehenden Kursstart hinweisen. Wir wollen verhindern, dass jemand den Termin vergisst oder glaubt, doch noch nachfragen zu müssen, ob es wirklich los geht. Und außerdem halten wir das auch für einen Service, den man mittlerweile von vielen Dienstleistern einfach gewohnt ist.
Die Evaluationsbögen auf Papier – und damit das Kopieren, Verteilen, Einsammeln, Weiterleiten, Ablegen etc. pp. – sollen entfallen. Mit dem neuen Semester erproben wir den Versand von digitalen Evaluationslinks. Diese werden unmittelbar nach Abschluss des Kurses durch uns versandt und durch die Teilnehmenden dann vollständig anonymisiert ausgefüllt. Wir danken Ihnen, wenn Sie Ihre Teilnehmenden auf diese Änderung hinweisen und sie in jedem Kurs einladen, uns ehrliche Rückmeldungen zu geben – im Positiven wie mit Kritik und Verbesserungsvorschlägen. Bei Beschwerden freuen wir uns auch über einen Anruf oder eine Mail, um diese Vorfälle individuell beantworten zu können.
Sie selbst erhalten von uns zukünftig ebenfalls einen Link, um Ihre Bewertung zum Kurs abzugeben. Danke auch hier für ehrliches Feedback und kreative Ideen zur Weiterentwicklung unserer Zusammenarbeit. Alle Rückmeldungen sind für uns essenziell für die Entwicklung unserer Angebote und Services.
Die Evaluationsbögen auf Papier werden zukünftig nicht mehr in den Häusern ausgelegt und in den Kursen verteilt. Bei Einzelveranstaltungen oder Vorträgen werden wir mit QR-Codes arbeiten, die in der Veranstaltung eingesetzt werden, z. B. über den Clevertouch oder als Printausdruck. Auch mit diesem Verfahren wollen wir Erfahrungen sammeln.
Zusammenlegung von Unterrichtshäusern in Göttingen
Im Herbst letzten Jahres hatten wir Sie informiert, dass wir die Käthe-Kollwitz-Schule nach den laufenden Sommerferien aufgeben werden. Auslöser waren Sparvorgaben unserer Gesellschafter im Rahmen der schwierigen Haushaltssituation bei den Kommunen, aber eben auch das Bestreben, unsere VHS beweglich und modern zu erhalten. Nun haben wir viel geplant und verhandelt, eine neue Raumzuteilung vorgenommen, ausgemistet und entstaubt und sind nun bald so weit, unser komplettes Göttinger Programm in der Bahnhofsallee umzusetzen.
Natürlich wird es anfangs auch mal knirschen und wir müssen Kompromisse finden, aber lassen Sie uns im Dialog Lösungen finden und unterstützen Sie uns durch Anregungen, wie wir unser Miteinander auf weniger Raum optimal gestalten können.
Positive Effekte haben wir auch durch den Zusammenzug:
- Die Ausstattung mit Clevertouch-Geräten ist in allen Geschäftsstellen jetzt viel besser als vorher. Wenn Sie hier Schulungen benötigen, geben Sie uns gerne Bescheid.
- Unser liebes altes Bistro wurde komplett umgebaut zu einem zusätzlichen, flexiblen großen Veranstaltungs- und Unterrichtsraum - dem sog. „Freiraum“.
- Wir haben einen neuen, schönen Beratungsraum eingerichtet.
- Für eine Menge Gestaltungskurse haben wir eine Kooperation mit der benachbarten BBS II begründet und können dort jetzt Fachräume mitnutzen sowie auch Parkplätze für die Teilnehmenden in diesen Kursen.
Wir freuen uns also auf das Miteinander mit Ihnen und Ihren Kursen und hoffen auf eine gute Auslastung und viele interessierte Teilnehmende.



