Komplexe Situationen verstehen: Lösungsorientierter Gruppenabend
| Kursnummer | 26F08268 |
| Kursbeginn | Mi., 28.10.2026 (Termindetails siehe unten) |
| Anzahl Termine | 1 Termin (Termine anzeigen) |
| Kursgebühr | € 39,00 |
| Lehrkraft | Jasmin Matthies |
| Kursort |
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Kursbeschreibung:
Worum es geht:
Manche Situationen lassen sich im Kopf kaum noch sortieren. Eine Entscheidung steht seit Wochen im Raum, im Team knirscht es trotz guten Willens, oder ein Konflikt in der Familie wiederholt sich immer wieder. An diesem Abend nähern wir uns solchen Herausforderungen auf eine Weise, die über das reine Nachdenken und Reden hinausgeht: Wir machen sie im Raum sichtbar.
So arbeiten wir:
Eine Teilnehmende oder ein Teilnehmender bringt ein aktuelles Anliegen ein, persönlich oder beruflich. Wenige Sätze genügen, private Details sind dafür nicht erforderlich. Anschließend wählt die Person aus der Gruppe Stellvertreter*innen für die zentralen Rollen und Einflussfaktoren: etwa die Vorgesetzte, einen Kollegen, das Team, aber auch abstrakte Elemente wie ein Ziel, eine Sorge oder den Zeitdruck. Diese Stellvertreter*innen werden im Raum so aufgestellt, wie es sich für die Person stimmig anfühlt.
Aus Abständen, Blickrichtungen und den Rückmeldungen der Stellvertretenden entsteht ein Bild der Situation. Unter der Anleitung von Jasmin Matthies wird dieses Bild Schritt für Schritt erkundet und verändert: Durch gezielte Fragen, Positionswechsel und kurze Impulse wird erfahrbar, was eine Veränderung im System bewirken kann. Die Rückmeldungen verstehen wir dabei als Hypothesen, die neue Blickwinkel eröffnen. Maßgeblich ist, was für die Person mit dem Anliegen stimmig ist.
Das Ziel ist konkret: Am Ende einer Aufstellung stehen klare nächste Schritte, die die Person als Lösungsansatz mit in ihren Alltag nimmt.
Warum wir an einem Abend nur ein bis zwei Anliegen bearbeiten?
Eine Aufstellung braucht Zeit. Bis sich ein Bild entwickelt, verändert und zu einer tragfähigen Lösung führt, vergeht in der Regel eine gute Stunde. Deshalb arbeiten wir an einem Abend lieber gründlich an ein bis zwei Themen, statt viele Anliegen nur anzureißen. Das ist kein Nachteil für die übrigen Teilnehmenden, ganz im Gegenteil.
Bereichernd für alle Beteiligten, auch ohne eigenes Anliegen!
Aufstellungsarbeit lebt davon, dass alle im Raum Teil des Prozesses sind. Wer als Stellvertreter*in in eine Rolle geht, erlebt einen Perspektivwechsel ganz unmittelbar und körperlich spürbar. Dabei zeigen sich häufig überraschende Parallelen zu eigenen Themen. Wer beobachtet, erkennt Dynamiken wieder, die aus dem eigenen Berufs- oder Familienleben vertraut sind, und nimmt Lösungsideen mit, die sich auf die eigene Situation übertragen lassen.
So gewinnen alle Teilnehmenden Klarheit für sich selbst: über wiederkehrende Muster, über die eigene Rolle in Systemen und über mögliche Wege, anders zu handeln. Der Abend bietet dafür einen sicheren, vertraulichen Rahmen, in dem alles freiwillig ist.
Ablauf des Abends:
- Ankommen, kurze Einführung in die Methode und gemeinsame Vereinbarung zur Vertraulichkeit
- Sammeln der Anliegen und gemeinsame Auswahl
- Erste Aufstellung mit Erarbeitung konkreter nächster Schritte
- Pause
- Zweite Aufstellung oder eine kurze Übung für alle Teilnehmenden
- Abschlussrunde: Was nehme ich heute für mich mit?
Kennen Sie das?
- Sie denken seit Wochen über eine Entscheidung nach und kommen nicht weiter: bleiben oder wechseln, ansprechen oder abwarten.
- Im Team knirscht es, obwohl eigentlich alle wollen, dass es gut läuft.
- Ein Konflikt wiederholt sich, und niemand weiß mehr, wo er eigentlich angefangen hat.
- Sie spüren, dass mehr Menschen und Interessen beteiligt sind, als Sie im Kopf ordnen können.
Gut zu wissen:
- Muss ich ein eigenes Thema mitbringen? Nein. Die Rolle als Stellvertreter*in oder Beobachter*in ist genauso wertvoll.
- Muss ich viel Privates erzählen? Nein. Wenige Sätze reichen, die Stellvertretenden brauchen keine Details.
- Ist das eine Therapie? Nein. Die Aufstellung ist ein lösungsorientiertes Format aus der systemischen Beratung und ersetzt keine Psychotherapie.
- Brauche ich Vorerfahrung? Nein. Neugier und die Bereitschaft, sich auf einen neuen Blickwinkel einzulassen, genügen.
Ihre Meinung zählt!
Wir möchten uns stetig verbessern. Unterstützen Sie uns dabei und teilen Sie uns Ihre Wünsche und Ideen mit. Was haben Sie als besonders positiv erlebt? Zu welchem Thema wünschen Sie sich einen Kurs? Wenn Sie Kritik oder Beschwerden los werden möchten, warten Sie nicht, bis Ihnen der Kragen platzt! Wenden Sie sich frühzeitig an uns, damit wir die Chance haben, etwas zu verändern. Ihr Ansprechpartner: Markus Bötte, Telefon: +49 551 4952-150, E-Mail m.boette@vhs-goettingen.de
